Kraft-Wärme-Kopplung soll in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebaut werden

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Kraft-Wärme-Kopplung soll in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebaut werden

KWK

Die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei der gleichzeitig Strom erzeugt und die Abwärme genutzt wird, soll in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2015 sollen insgesamt rund 250 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln für den Ausbau ausgegeben werden, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel am Dienstag in Düsseldorf.

Eine Studie mehrerer Institute im Auftrag des Ministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung in NRW verdoppelt werden könnte. Die rot-grüne Landesregierung will den KWK-Anteil von derzeit 10 Prozent auf mehr als 25 Prozent bis 2020 erhöhen.

Gefördert werden sollen laut Remmel sowohl kleine Kraftwerke in Kellern als auch große Fernwärmeschienen. Die bei der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Wärme wird vielfach über Nah- und Fernwärmeleitungen transportiert. Die in den Kraftwerken eingesetzten Brennstoffe werden dadurch besser ausgenutzt.

Die Studie ergab, dass KWK vor allem in Ballungsräumen und Großstädten mit mehr als 150 000 Einwohnern eine wirtschaftliche Option ist. In kleineren Kommunen bieten sich dagegen einzelne KWK-Projekte an. Bei der industriellen Nutzung könnte der Studie zufolge durch die Modernisierung bestehender Anlagen die Stromerzeugung gesteigert werden.

Nach Worten des Geschäftsführers der Steag Fernwärme GmbH, Udo Wichert, ist die Kraft-Wärme-Kopplung noch ein «schlafender Riese». Ein Zukunftsprojekt sei die Verknüpfung der Fernwärmeschienen an Rhein und Ruhr. Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung könne auch Lücken füllen, die bei der Energieerzeugung durch Sonne und Wind zu bestimmten Tageszeiten entstehen.

Quelle: dpa

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